Bunkerkirche SEPT.2015 / Normandy 1944 Cycle

Poster A4 Bunkerkirche John websize

Die Initiative -Friedensort Bunkerkirche  lädt ein:

Presseinformation und Einladung zur Eröffnung:

für die Ausstellung ‚The Normandy 1944 Cycle‘ von Cynthia Tokaya

vom 04.09. – 04.10.2015 in der Bunkerkirche St. Sakrament

 

Die im Jahr 2007 gegründete Initiative Friedensort Bunkerkirche hat sich für die Ausstellung des Zyklus ‚The Normandy 1944 Cycle‘ entschieden, da mit diesen Werken in bemerkenswerter Weise an die Befreiung und den Beginn des Friedens in Europa erinnert werden kann. Dies entspricht der Zielsetzung der Initiative, deren Projekte dem Frieden unter den Konfessionen, der Verantwortung für die Schöpfung und dem Verständnis zwischen Völkern und Menschen  an diesem historischen einmaligen Ort in Düsseldorf  dienen sollen.

Wir kennen die Fotos, Dokumentationen, Romane und Kriegsfilme über D-Day. Aber nur wenige Künstler haben über die Invasion gemalt. Die in Düsseldorf ansässige niederländische Künstlerin Cynthia Tokaya machte es zu ihrem Thema als sie erneut im Sommer 2013 in die Normandie fuhr. Im Frühling 2015 schloss sie „The Normandy 1944 Cycle“ ab. Der Zyklus beinhaltet in einigen Bildern außerdem die berüchtigte Schlacht im Hürtgenwald  in der Eifel. In Öl und Mischtechniken auf  Leinwand, Papier, Pappe, Holz und Metall zeigt die Niederländerin mit fernöstlichen Nachnamen ihre Sicht auf die Invasion. Aus dem Blickwinkel der Alliierten aber ohne Nationalpathos oder Provokation, beleuchten die Werke eher einen spirituellen Blick auf diese Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg. Im Falle des Normandie-Zyklus waren es die Toten; unbekannte Gefallene und vermisste Krieger, die sie inspirierten, deren möglichen Geschichten zu malen und dem Erzähler ein Gesicht zu geben. Die Invasionsküste in der Normandie sowie der Hürtgenwald in der Eifel sind nach Auffassung der Künstlerin Orte, die mehr sind als nur Gedenkstätten und spektakuläre Landschaften.

Die Malerin und Musikerin wurde international bekannt mit ihren Gemälden für einige katholische Kirchen. Der Kreuzweg in der St. Bruno Kirche in Düsseldorf und das Himmelstor-Triptychon in der Kapelle von Hagen am Teutoburgerwald sind bekannt für ihre leuchtende Farbpracht und Wirkung. Ob Genesis und andere Themen vom Alten Testament, die Stationen des Leidenswegs und Auferstehung Christi, die Offenbarungen von Johannes; auch hier erkennen wir einen Zyklus in der Arbeit der Künstlerin. Sie malt über das, wozu sie sich berufen fühlt. Weiterhin arbeitet sie als Referentin in religiösen Zusammenhängen.

Die Eröffnung der einmonatigen Ausstellung in der Bunkerkirche St. Sakrament am Handweiser in Düsseldorf –Heerdt am 4. September 2015 um 19.00 Uhr wird bereichert durch einen Vortrag von Herrn Heinz Schmidt, vormals Pastor in der St. Bruno Kirche , der die schöpferische Arbeit von Cynthia Tokaya seit einigen Jahren auch als freundschaftlicher Mentor begleitet und zwei musikalischen Darbietungen der Künstlerin.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung vom 04.09 – 04.10.2015 sind Samstag und Sonntag von 15- 17 Uhr und nach Vereinbarung mit  der Sprecherin, Frau Ulrike Bornewasser (Tel. 0211 4745588). Am Tag des offenen Denkmals, 13. September 2015 besteht die Möglichkeit zwischen 8.30 und 18.00 Uhr die Ausstellung zu besuchen.

A Resurrection Encore A Resurrection Encore , 2015 Oil on Canvas 100×140 cm

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Foto: Stefan Junger/Urbanscapes

HOCHBUNKER ST: SAKRAMENT  /  FORMER AIR-RAID SHELTER

Der Zweite Weltkrieg brachte viele merkwürdige Baustrukturen hervor. Eine der wohl seltsamsten und bedeutendsten Neubauten war die Bunkerkirche Sankt Sakrament.

Als die Luftangriffe auf Deutschland begannen, sah sich auch die Stadt Düsseldorf gezwungen, der Zivilbevölkerung Luftschutzanlagen zu errichten. Da gerade in Düsseldorf der Tiefbau nahezu unmöglich war, wurden Hochbunker errichtet. In einigen Fällen wurden diese Betonmonster zusätzlich getarnt, um sie dem Stadtbild anzupassen. So wurde z.B. um Hochbunker herum eine Fassade aus Holz errichtet, um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um ein normales großes Haus handeln würde.

Im Stadtteil Heerdt, wurde eine ganz andere Bauweise ausprobiert, die ihres gleichen sucht.
Anstatt einen Hochbunker die Tarnung eines normalen Gebäudes zu geben, wurde hier eine Bunkerkirche errichtet.
Man ging davon aus, dass bei Luftangriffen, Kirchen verschont bleiben würden und so wurde diese Tarnung errichtet.
Der Bunker wurde tatsächlich auf einem Kirchengrundstück im Jahre 1942 errichtet. Da die Gemeinde zuvor kein Geld für den Bau einer Kirche hatte, wurde dass Gelände von den Nationalsozialisten enteignet und der Hochbunker darauf errichtet. 2300 Menschen fanden in dem Bunker Schutz und drängten sich in 7 qm große Zellen die auf vier Ebenen verteilt waren.

Die Gemeinde bekam, als Ausgleich, eine Baracke als Gotteshaus.

Die Baracke fiel den schweren Bombenangriffen zum Opfer.
Obwohl die Bunkerkirche mehrfach getroffen wurde, hat sie doch keinen ernst zunehmenden Schaden erlitten.

Nach dem Krieg überlegte man, den Hochbunker abzureißen um dort eine Kirche zu errichten. Diese Pläne wurden aber verworfen und so konnte 1949, nach inneren Umbauarbeiten, die Kirche ihre Weihe erhalten und dient bis heute als Gotteshaus, in dem auch Ausstellungen zu besichtigen sind.

Seit 1949 trägt die Kirche den Namen Sankt Sakrament und bietet der Gemeinde ein Gotteshaus, der ganz besonderen Art.

Text : Bunker NRW

 

Am 17. Juni 1947, kam Carl Klinkhammer als Pfarrer nach St. Sakrament und leitete den Umbau des Bunkers zu Kirche und Wohnräumen ein. Der Umbau erfolgte nach Plänen des Architekten Phil. W. Stang von 1947 bis 1949. Dank seines Rufes und seiner Bekanntheit als „Ruhrkaplan“ gelang es Pfarrer Klinkhammer durch Vorträge und Predigten eine beträchtliche Summe für sein Vorhaben zu sammeln. Kardinal Frings konnte schließlich die Kirche im Rahmen einer Festmesse am 30. Oktober 1949 einweihen. Pfarrer Klinkhammer wohnte im Bunker bis zu seinem Tod 1997.

Zu Beginn der 1990er Jahre musste die Kirche dringend saniert werden; seit dem 30. November 1997 wird sie wieder in neuem Glanz genutzt. Auch wurde sie 2002 im Rahmen der EUROGA 2002als Ausstellungs- und Kunstort neu entdeckt.

Text : Wikipedia

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Foto : Wikimedia commons

Einladung Tokaya

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