Normandy 1944 Cycle in Hürtgenwald-Vossenack / 8.Mai 2016

Offene Ateliers und Galerien am Muttertag 8.Mai 2016   11 bis 18 Uhr

http://www.wegezurkunst-dueren.de/VOSSENACK-2016/

Wir kennen die Fotos, Dokumentationen, Romane und Kriegsfilme über D-Day. Aber nur wenige Künstler haben über die Invasion gemalt. Die in Düsseldorf ansässige niederländische Künstlerin Cynthia Tokaya machte es zu ihrem Thema als sie erneut im Sommer 2013 in die Normandie fuhr. Im Frühling 2015 schloss sie „The Normandy 1944 Cycle“ ab. Der Zyklus beinhaltet in einigen Bildern außerdem die berüchtigte Schlacht im Hürtgenwald  in der Eifel. In Öl und Mischtechniken auf  Leinwand, Papier, Pappe, Holz und Metall zeigt die Niederländerin mit fernöstlichen Nachnamen ihre Sicht auf die Invasion. Aus dem Blickwinkel der Alliierten aber ohne Nationalpathos oder Provokation, beleuchten die Werke eher einen spirituellen Blick auf diese Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg. Im Falle des Normandie-Zyklus waren es die Toten; unbekannte Gefallene und vermisste Krieger, die sie inspirierten, deren möglichen Geschichten zu malen und dem Erzähler ein Gesicht zu geben. Die Invasionsküste in der Normandie sowie der Hürtgenwald in der Eifel sind nach Auffassung der Künstlerin Orte, die mehr sind als nur Gedenkstätten und spektakuläre Landschaften.

Die Malerin und Musikerin wurde international bekannt mit ihren Gemälden für  katholische Kirchen. Der Kreuzweg in der St. Bruno Kirche in Düsseldorf und das Himmelstor-Triptychon in der Kapelle von Hagen am Teutoburgerwald sind bekannt für ihre leuchtende Farbpracht und Wirkung. Ob Genesis und andere Themen vom Alten Testament, die Stationen des Leidenswegs und Auferstehung Christi, die Offenbarungen von Johannes ( „Das Neue Jerusalem“ in St. Theresia Düsseldorf 2015-2016); auch hier erkennen wir einen Zyklus in der Arbeit der Künstlerin. Sie malt über das, wozu sie sich berufen fühlt. Weiterhin arbeitet sie als Referentin in religiösen Zusammenhängen.

„Ich bin Musikerin, aber die Malerei hat mit den Jahren mehr Gewicht bekommen. Ich hatte das große Glück mit meiner recht spezielle Leidenschaft für biblischen Themen, Anklang zu finden. So durfte ich einige öffentliche Werke in Auftrag erschaffen und male außerdem Themen zu dem ich mich berufen fühle. So wie die „Normandy 1944 Cycle“. Auch kein leichtes Thema aber es musste sein. Die genaue Gründe sind für viele Menschen bestimmt nicht nachvollziehbar. Es gab durch die kollektive Erinnerung und Weitergabe der Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg ( die 70 Jahre ) so viele Beispiele von Zeremonien, Interviews von Veteranen, Dokus etc… Wenn die Geister der Vergangenheit sich dann auch melden, kann es sein, dass so ein oder andere Schriftsteller, Filmemacher oder bildende Künstler sich angesprochen fühlt.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass Pater Laurentius mir diesen „Schutzraum“ und Verständnis bietet diesen Zyklus, gerade in diese damals hart-umkämpfte Gegend mit noch viel Unausgesprochenen und Unverarbeiteten, zeigen zu dürfen. Der Zyklus möchte in dem Sinne kein Mensch provozieren, sondern eher erzählen von der Auferstehung und Erlösung.

Da spielt es keine Rolle für welche Seite man letztendlich gekämpft hat.“

http://www.wegezurkunst-dueren.de/VOSSENACK-2016/Cynthia-Tokaya

franziskaner noch etwas kleiner

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