KUNST in KIRCHEN / ART in CHURCHES

St. Theresia Kirche in Düsseldorf-Garath

Das Neue Jerusalem 2015-2016  Öl auf Leinwand  180 x 300 cm

New Jerusalem 2015-2016 Oil on Canvas  70,87 x 118,11 i

Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Off.21,2

And I saw the holy city, new Jerusalem, coming down out of heaven from God, made ready as a bride adorned for her husband. Rev.21,2

New Jerusalem Neues Jerusalem Chrysolith

Detail 1.  New Jerusalem (Citypart in Chrysolith)

NEW JERUSALEM detail 2015 2016 cynthia tokaya   Detail 2.

Denn also spricht der HERR: Siehe, ich breite aus den Frieden bei ihr wie einen Strom und die Herrlichkeit der Heiden wie einen ergossenen Bach; da werdet ihr saugen. Ihr sollt auf dem Arme getragen werden, und auf den Knien wird man euch freundlich halten. 13Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem ergötzt werden. 14Ihr werdet’s sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Da wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden. Jes.66,12

For thus saith the LORD, Behold, I will extend peace to her like a river, and the glory of the nations like an overflowing stream, and ye shall suck thereof; ye shall be borne upon the side, and shall be dandled upon the knees. As one whom his mother comforteth, so will I comfort you; and ye shall be comforted in Jerusalem.And ye shall see it, and your heart shall rejoice, and your bones shall flourish like the tender grass: and the hand of the LORD shall be known toward his servants, and he will have indignation against his enemies. Is.66,12

 

auschnitt 1a    The Bride

2a.Jesaja                                              2b. Die Braut

(Die Braut kam ganz zum Schluss. Sie umfasst in diesem Werk die Stadtteile des Neuen Jerusalems. In Analogie sind einige dominierende Farben der Stadtteile mit dem in den Offenbarungen beschriebenen Edelsteinen. Mit ihrem Kopf landet die Braut in dem grünen Teil des Kreises am Außenrand, in den Blättern des Lebensbaums.)

 

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Off.22,17

And the Spirit and the bride say, Come. And he that heareth, let him say, Come. And he that is athirst, let him come: he that will, let him take the water of life freely.

 

Wolf und Lamm werden zusammen weiden; und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind; und die Schlange: Staub wird ihre Nahrung sein. Man wird nichts Böses und nichts Schlechtes tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der HERR   Jesaja 65

Little Therese is the childversion of St.Therese of Lisieux. ( Lisieux / Normandy, France) The Saint who introduced „The Little Way“ and the same patroness of the church in which you can see this painting. It is the part where the story picks you up to make this mystical journey to New Jerusalem. It encourages the beholder to take „The Little Way“. What is this Little Way?

auschnitt 2 web  Detail 3

“All God asks of you is good will. From the top of the ladder He looks lovingly upon you, and soon, touched by your fruitless efforts, He will Himself come down, and, taking you in His Arms, will carry you to His Kingdom never again to leave Him. But should you cease to raise your foot, you will be left for long on the earth.”

„Weil ich klein und schwach war, beugte er sich zu mir herab und lehrte mir im Verborgenen die Dinge seiner Liebe“

„You make me think of a little child that is learning to stand but does not yet know how to walk. In his desire to reach the top of the stairs to find his mother, he lifts his little foot to climb the first stair. It is all in vain, and at each renewed effort he falls. Well, be this little child: through the practice of all the virtues, always lift your little foot to mount the staircase of holiness, but do not imagine that you will be able to go up even the first step! No, but the good God does not demand more from you than good will. From the top of the stairs, He looks at you with love. Soon, won over by your useless efforts, He will come down Himself and, taking you in His arms, He will carry you up… But if you stop lifting your little foot, He will leave you a long time on the ground.“ ( Counsels and Reminiscences)

3a. Die kleine Theresia / Little Therese

(Der kleine Weg / The Little Way)

 Die kleine St Theresia v.Lisieux

Jesus 3b. Jesus

Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Matt.18,3

Verily I say unto you, Except ye turn, and become as little children, ye shall in no wise enter into the kingdom of heaven.

 

 Zitate von Theresia von Lisieux – Der kleine Weg…

„Lieben, geliebt werden und auf die Erde wiederkommen, um zu bewirken, daß die Liebe gelebt werde“

„Weil ich klein und schwach war, beugte er sich zu mir herab und lehrte mir im Verborgenen die Dinge seiner Liebe“

„Dein Antlitz allein ist meine Heimat, es ist mein Königreich der Liebe, es ist meine lächelnde Weide meine Sonne, so sanft, jeden Tag“

„Gott bedient sich der schwächsten Werkzeuge, um Wunder zu wirken“

„Ich bin eine sehr kleine Seele, die Gott nur sehr kleine Dinge anbieten kann“

„Ich bin arm; aber Gott gibt mir alles in dem Maß, wie ich es nötig habe“

„Jetzt leitet mich allein die Hingabe. Ich habe keinen anderen Kompass!“

„Das Eigentümliche der Liebe ist, sich zu erniedrigen“

„Meine Freude besteht darin, klein zu bleiben“

StThereseLittle2 Theresia therese-de-lisieux

Other Quotes:

“unchanging truth, that unless we become as little children in the doing of our Heavenly Father’s Will, we cannot enter into our Eternal Home.”

“Each time that my enemy would provoke me to combat, I behave as a gallant soldier. I know that a duel is an act of cowardice, and so, without once looking him in the face, I turn my back on the foe, then I hasten to my Saviour, and vow that I am ready to shed my blood in witness of my belief in Heaven.”

“A soul in a state of grace has nothing to fear of demons who are cowards.”

“My whole strength lies in prayer and sacrifice, these are my invincible arms; they can move hearts far better than words, I know it by experience.”

“I had wondered for a long time why God had preferences and why all souls did not receive an equal amount of grace […] Jesus saw fit to enlighten me about this mystery. He set the book of nature before me and I saw that all the flowers He has created are lovely. The splendor of the rose and whiteness of the lily do not rob the little violet of its scent nor the daisy of its simple charm. I realized that if every tiny flower wanted to be a rose, spring would lose its loveliness and there would be no wild flowers to make the meadows gay.”

“The one, more Latin, more Roman, closer to eloquence than to the literal word, aims at a certain effect, at magic. The other, more Greek, more Hellenistic, seeks transparency flowing from the source.” 

Normandy Newcomers  4a.Detail / Normandy, Newcomers

New Arrivals  4b.Newcomers

Der Erzähler 5.Der Erzähler / The Raconteur

“ Aus dem Versuch Jesus zu malen, kam dieser prüfend-hineinschauende Engel zum Vorschein.
Na toll! sagte der Maler. Wer bist Du denn? Wo ist Jesus?
Der Engel antwortete: Er kommt vielleicht später wieder. Aber erst mal musst du an mir vorbei. Was willst du? Das
Neue Jerusalem malen?! Wer glaubst du wer du bist? Kennst du den kleinen Weg? Du kommst doch
seit deiner Kindheit in die Normandie. Du malst doch jetzt für die St. Theresia… Kirche. Beschäftige
Dich mit ihr und vielleicht wirst du näher sehen. „

Angel and the Dragon detail kleiner  6.Engel und Drache / Angel and Dragon

  Aircraft. I know there´s none such thing mentioned in the bible…

Zion  7.Zion

auschnitt 3a    7b.New Jerusalem, Citypart in Saphire

auschnitt 4  8.New Jerusalem, Citypart in Gold and Jasper

auschnitt 7klein  9.“Gods Own Country“…

Das Neue Jerusalem Ganzes Bild webgröße

10.New Jerusalem / New Eden

Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle. Und die Gassen der Stadt waren lauter Gold, als ein durchscheinend Glas.   Offenbarungen 21:21

Der Pfarrbrief der katholischen Pfarrgemeinde St. Matthäus / St. Theresia / St. Norbert, Düsseldorf-Garath-Hellerhof:

http://www.st-matthaeus-duesseldorf.de/fileadmin/3_Pfarrbriefe/2016-1-web.pdf

 

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Triptychon der Kapelle in Hagen am Teutoburgerwald

Hauptinspiration für das Himmelstor (Mitte) „die Göttliche Komödie“  Dante Alighieri ( Teil 1 und 2  )

Die Göttliche Komödie (Divina Commedia) schildert seine Reise durch die Hölle (Inferno), zum Läuterungsberg (Purgatorio)bis hin ins Paradies (Paradiso) Die Hölle und das Paradies sind jeweils in Schichten (in jeweils neun konzentrischen Kreisen) unterteilt. Je näher man den engeren Kreisen kommt, umso sündiger bzw. heiliger sind die gestorbenen Seelen. ( Text-Quelle : Wikipedia )

»Die göttliche Komödie« ist eine großartige Vision, in der der Verfasser, begleitet von dem römischen Dichter Vergil, den Dante bewunderte und verehrte, eine beschwerliche Wanderung durch die drei nach dem ptolemäischen Weltbild angeordneten und gegliederten Reiche des Jenseits unternimmt: durch die Hölle (L’Inferno), das Fegefeuer (Il Purgatorio) und das Paradies (Il Paradiso). Apokalyptische Schriften mit Schilderungen von Himmels- und Höllenreisen regten Dante an, in seiner Dichtung das theologisch-philosophische Wissen der damaligen Zeit zu verbinden und zugleich seine eigene Haltung zu bekannten Gestalten der Mythe, der Geschichte und der Mitwelt darzulegen. Zu bewundern ist, wie er das Abstrakte anschaulich macht, wie er das Vergangene lebendig werden lässt und in seine überwältigende Gesamtschau einordnet mit Ironie, Andacht und Verzweiflung.

Nachdem Dante und Vergil auch den tiefsten Höllenkreis, in dem Luzifer sitzt, durchschritten haben, gelangen sie zum Fegefeuer (Il Purgatorio), ebenfalls in neun Kreise eingeteilt, das die Läuterung durch den Glauben bedeutet. Auf diesem Wege kann Vergil nicht mehr Begleiter sein, sondern an Dantes Seite tritt nun Beatrice, die ihm allmählich die himmlische Schönheit offenbart. ( Text-Quelle: wissen.de )

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Details

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triptychon

 

„Irminsäule“ links:

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„Irminsäule“ rechts:

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Die Menschen sehnen sich nach einen logischen so wie spirituellen geordneten Kosmos. Wer weiter schaut als die begrenzte irdische Perspektive, stellt sich andere aber ähnliche Existenz-ebenen vor, die die Götter, die Lebendigen und die Seelen der Verstorbenen zueinander bringen.

Verschiedene Völker haben das Gefühl der Trennung von den Götter oder Ahnen weggenommen durch die Vorstellung einer Weltachse; eine vertikale Säule der wie eine Wirbelsäule die Schichten im Universum mit einander verbindet. Die Axis Mundi ist der Punkt im Zeit und Raum wo die Schöpfung anfing.

Die Weltachse ist einen symbolischen Platz, auch Nabel der Welt/ heiliges Zentrum, kosmischen Berg oder Weltbaum genannt, ist oft ein Platz wo die Götter oder ihre Botschafter sich an die Menschen offenbart haben. Sie ist ein Hilfsmittel für visionäre Erfahrungen: Hier kommt die Seele in Kontakt mit eine größere Welt. (Quelle: „The secret language of the soul“, Jane Hope)

Eine Irminsul (d. h. „große bzw. gewaltige Säule“) oder auch Irmensäule oder Irmensul, war ein altsächsisches Hauptheiligtum und wird als eine große Holzsäule beschrieben. Möglicherweise handelte es sich auch um mehrere, teilweise auch steinerne Säulen an verschiedenen Orten. Historisch gesicherte Quellen sind nur sehr wenige vorhanden. Die Irminsul symbolisiert nach den Quellen den Weltenbaum der germanischen Mythologie und steht im Zusammenhang mit der Weltesche Yggdrasil aus der Edda und dem immergrünen Kultbaum beim wikingerzeitlichen Tempel von Uppsala. Die Standorte einer Irminsul sind schwer zu ermitteln, da keine der Säulen bzw. Baumstämme erhalten geblieben ist.

Der Mönch Rudolf von Fulda(gest. 865), dem wir die einzige ausführlichere Nachricht zur Irminsul verdanken, schreibt dazu in De miraculis sancti Alexandri(Kap. 3):

„Sie verehrten auch unter freiem Himmel einen senkrecht aufgerichteten Baumstamm von nicht geringer Größe, den sie in ihrer Muttersprache ,Irminsul‘ nannten, was auf lateinisch ,columna universalis‘ (dtsch. All-Säule) bedeutet, welche gewissermaßen das All trägt.“

Geht man von der Funktion der Irminsul, das ganze All zu tragen, aus, so erweist sie sich als eine spezielle Form der sogenannten Weltsäule. Sie erhob sich vom Boden aus bis zum Himmel, den sie an der Stelle des Polarsterns erreichte. Bei den Lappen hat sich die Sitte, Weltsäulen aufzustellen bis ins 17. Jahrhundert erhalten und bei den Schamanen Nordasiens bis ins 20. Jahrhundert. Die lappischen Säulen waren als Gabelsäulen gebildet, das heißt, der Stamm teilte sich oben nach zwei Richtungen. Es wird allgemein angenommen, dass die Lappen die Sitte, Weltsäulen aufzurichten, von den südlicher lebenden Germanen übernommen hatten. Wenn diese Annahme stimmt, dürfte auch die germanische Weltsäule, die sächsische Irminsul, eine Gabelsäule gewesen sein.

 

   

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Kreuzweg St. Bruno. Düsseldorf. 2004-2006

 

 

Fries in Öl auf Leinwand über 14 Meter länge.

Gemalt zum Anlass der Weltjugendtage 2005 für die St. Bruno Kirche in Düsseldorf.

Leitthema für den ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2009

Die Kreuzigung  ( das Herzstück )  2004

Oil on Canvas   130 x 200 cm

.

Die Auferstehung

Die Auferstehung, 10.Leinwand  St. Bruno Kreuzweg

2005-2006, Öl auf Leinwand

130 x 260 cm

.

 

 

st-bruno-kirche

St. Bruno Kirche, Kalkumerstrasse 58 Düsseldorf

http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/seelsorgebereich_unterrath_lichtenbroich/

 

Das Video zum Kreuzweg :

 

Das α und Ω

 „Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel (der Tür)zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, die hineingehen wollten, habt Ihr daran gehindert“

Jesus, Luk, 11,52

Die zehnte Leinwand scheint nur das Schlusslicht des Kreuzweges zu sein. Das ist sie aber nicht.        Sie ist auch ein Anfang: Alpha und Omega. Die Wirkung des Bildes ändert sich, wenn man sich aus 20 Meter Entfernung langsam nähert. So wie man den gesamten St. Bruno Kreuzweg auch erst mal aus der Entfernung betrachten sollte, ist es auch eine interessante Wahrnehmung das große Auferstehungsbild langsam „kommen zu lassen“.

Der Kreuzweg  in sieben Stationen verteilt über 10 Leinwände, erzählt mit seinen kräftigen Farben die Leidensgeschichte von Jesus Christus. Wer sich fragt, warum die niederländische Malerin Cynthia Tokaya eine solch traurige Geschichte mit diesen leuchtenden Farben inszeniert hat, muss etwas verstehen über ihre Wahrnehmung  eines Kreuzweges als Kind in einer katholischen Kirche.

„Als Kind ging ich gerne zusammen mit meinen Großeltern zur Samstagabendmesse. Großvater Theo saß immer vorne. Er war ein tief gläubiger Mensch und während der Messe andächtig in Geschehen versunken. Großmutter Truus nahm mich immer mit nach oben zum Damenchor. Die Atmosphäre da war schön, die Frauen nett und sie schienen eher erfreut über die Anwesenheit eines jungen Mädchens das versuchte die Lieder mitzusingen. Aber oft saß ich nur oben, träumte die Messe mit und überblickte wie ein Vöglein das Kirchenschiff und die Menschen. Immer wieder war ich beeindruckt von dem Stil der Kirche. (Die St. Peter und St. Paul Kirche wurde nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg in Neo-Romanischen Stil neu errichtet.)Innen, links und rechts im Altarbereich stehen große Staturen von den Aposteln Peter und Paul die aussehen wie riesigen germanischen Asen. Hoch oben zwischen ihnen; die vier apokalyptischen Reiter. Ein beeindruckendes Fresko, das auf Augenhöhe vom Chor aus gesehen eine andere Qualität der Betrachtung hat. Ich fand das alles sehr geheimnisvoll…

Nach der Messe trafen wir uns unten in der Kirche. Meistens war noch Zeit, weil Opa noch dieses und jenes mit dem Pastor oder den Küster zu besprechen hatte. Wir gingen auf dem Weg zur Sakristei meistens den Kreuzweg entlang. Die Kreuzwegstationen sind aus Bronze, düster und bedrohlich. Ich empfand Angst und Verwirrung bei der Betrachtung. Warum musste Jesus so furchtbar leiden? Das konnte ich nur schwer verstehen. Die normale Antwort dazu; “Er ist für unsere Sünden gestorben“, konnte mir nicht weiterhelfen.

Für Kinder und Jugendlichen ist es schwer den Sinn der Leidensweg Christi  zu erkennen und zu begreifen. Die Materie ist nun mal ein harter Brocken der sich schwer verdauen lässt. In der Heilige Schrift gibt es kein Zeugnis davon, das die Anwesenheit von Kinder und Jugendlichen bestätigt: Weder bei seinem Prozess, Geißelung, Weg zum Hügel Golgota, seine Kreuzigung, noch bei seinem Tod. Die Kinder wurden der Anblick der Grausamkeiten erspart. Auch die Verwirrung um die Auferstehung ist in der Bibel für kein Kind ein Thema. Erwarten wir auch in der heutige Zeit nicht zu viel von den jungen Menschen. Wir müssen doch erst mal größer und reifer werden, das ein oder andere Leid selbst erfahren, manchmal sogar den Glauben verlieren, bevor wir zurückkehren um Jesus erkennen und verstehen zu können. Erst dann, und erst recht nach einer Erfahrung der Gnade Gottes, kann ein Mensch sich wirklich damit befassen.

So kam auch ich erst viel später zu der Erkenntnis, dass die Leidensgeschichte einen Träger für eine Botschaft sein könnte; die tiefere Bedeutung eines Kreuzweges vielleicht eine Form der Verkündung der frohen Botschaft ist. Wie sonst hätte Jesus seine Kernaussage in die Geschichte bringen können?

Und weil „die frohe Botschaft“  froh als Adjektiv führt, sollte etwas von dieser „Freude“ mit Farbfreudigkeit zu sehen sein. Die Frohe Botschaft auf Leinwand hat den Anspruch etwas von der Schönheit der christlichen Mystik auszustrahlen: Fühlen zu lassen, was es bedeuten kann an Gott und an die Liebe Gottes zu glauben. Ich habe gehofft, dass so auch junge Menschen keine Angst für die Leidensgeschichte empfinden müssen und damit vielleicht schneller den Zugang zum Verständnis der Frohen Botschaft finden können. Der Leidensweg Christi  ist ein wesentliches Element im christlichen Glauben; das an sich sollte man früh verstehen. Aber junge Menschen neigen sowieso dazu zu glauben, dass das Leben ewig ist. Im Grunde haben sie ja recht.

Der Kreuzweg soll nicht den Tod verharmlosen oder verherrlichen. Sie könnte höchstens dazu beitragen die Angst für den Tod zu verringern. Weil irgendwann kommt der Moment wo man sich realisiert, dass das Leben in dieser Form, in diesem Körper, nicht unendlich ist. Wenn man dann den Glauben als ein Geschenk betrachtet, wird die Verinnerlichung der Frohen Botschaft eine Art Lichtquelle aus dem man Kraft schöpfen kann. Und Kraft macht Mut zum Leben, im Hier und Jetzt.“

Das letzte Abendmahl   2005

De profundis..

De Profundis ( Seite „Das Letzte Abendmahl“ )

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 Der Verrat 2005

 Das Video zum Verrat :

 http://www.youtube.com/watch?v=J_eBTrICYDQ

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Die zwei Gesichter :

Eloi, Eloi, lema sabachtani ? Mein Gott. mein Gott, warum hast du mich verlassen ? (  Mk 15,34)

Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist ( Lk 23,46 )

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Detail Herzstück
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Miteinander Jg.3 Nr.1 März bis Mai 2013 Interview
Interview „Miteinander Katholisch“
Jg.3-Nr.1-März bis Mai 2013
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YOUCAT 2013 die Auferstehung
Der YOUCAT 2013 wird weltweit veröffentlicht
und ist auch im Vatikan angekommen :
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Work in Progress – Fotos
cyn1  Juli 2005  Der Kreuzweg ( Leinwand 9 )
IMG_1260 1  2011  Vortragekreuz  ( Hagen aTW )
IMG_6850 2 Februar 2016  „Das Neue Jerusalem“ fast fertig….
cy klein  Abgespannt…and ready to go
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Artikel aus: Jahresschrift der Kapuziner 2014 / 2015
http://www.kapuziner.org

Wie unruhig! Wäre es für eine Bildbetrachtung nicht angebrachter, ein Bild auszuwählen, das gleich auf den ersten Blick einen „Meditationskick“ auslöst? Kann sein, liebe Leserinnen und Leser. Es wäre ja auch leichter, den ganzen Tag im Meditationsraum eines Klosters zu verbringen,  wenn man in eine gute Grundhaltung  und Ausrichtung kommen möchte. Die wenigsten jedoch werden dazu die Gelegenheit (und Lust) haben. So kommt das unruhige Bild der Düsseldorfer  Künstlerin Cyntia Tokaya (*1969) unserer Lebenswirklichkeit vermutlich näher. Vielleicht halten Sie unsere Jahresschrift in der Weihnachtszeit in den Händen, vielleicht in den etwas ruhigeren Tagen danach, vielleicht an einem Sonntagabend im Frühjahr. Auch wenn es um uns herum relativ ruhig und gelassen zuzugehen scheint, ergeben sich an den Schnittstellen der inneren und äußeren Umwelt immer wieder kleine „Wärmegewitter“. Unruhig ist das Herz. Das ausgewählte Bild stellt das Herzstück des Kreuzweges dar, den die Künstlerin in den Jahren 2004 bis 2006 auf vierzehn Metern Länge für die St. Bruno Kirche in Düsseldorf  gestaltet hat. Als franziskanische Ordensleute haben wir eine  besondere Nähe zum Kreuzweg, den unser Ordensvater Franziskus verbreitet hat. Der Herr am Kreuz. Ausdruck absoluter Einsamkeit. Hingehängt und hängen gelassen. Hingabe und verlassen worden. Die Solidarität Gottes bis weit über die Schmerzgrenze hinaus.  Gleichzeitig unüberbietbare und majestätische Erlösungstat. Das Kreuz, der Baum des Lebens, das Siegeszeichen. Was für Gefühlschaos, liebe Leserin, lieber Leser! Wie eine Lupe, ein Fokussierungsring, ist das Zentrum des Bildes eingekreist, herausgehoben, sanft abgrenzt. O Haupt, voll  Blut und Wunden. In die Farbe des Lichtes getaucht, auf den Ostersieg verweisend. All das Gewirr wird ausgeblendet durch den wohltuenden Tunnelblick. Es entsteht ein direkter Kontakt zu Jesus am Kreuz. Face to face – ganz unmittelbar. So entsteht in all der Unruhe ein Moment höchster Sammlung, absoluter Konzentration, berührender und bleibender Begegnung. Der Herr und ich. Ich und der Herr. Punkt. Christusbeziehung im Konzentrat der Entäußerung. Nicht zu fassen aber packend. Der Kreis um das Zentrum hat zwei Energien: Konzentration und Mission, Sammlung und Sendung, Kommen und Gehen. Wie jede Feier der heiligen Messe. Christus zieht uns an sich und sendet uns als seine Jüngerinnen und Jünger in unsere, in seine Welt hinaus. Mit all ihren realexistierenden Spannungsfeldern. So hat der Kreis des Bildes keine dicken Mauern. Er verweist zwar auf das Zentrum, stellt aber keine unüberwindliche Grenze dar. Tunnelblick ist nur für ein paar Sekunden gut.
Rechts unter dem Kreuz werden schemenhaft Gesichter erkennbar. Maria und Johannes unter dem Kreuz mit ihrer Treue und ihrer Furcht, ihrer Liebe und Ratlosigkeit. Da ist auch Dein Platz. Da ist auch Platz für Deine Gefühlsmengenlagen. Diagonal dazu hebt sich vom Blau des Himmels und der Berge in Gestalt der Taube er Heilige Geist ab. Garant dafür, dass kein Kreuz dieser Welt Ort absoluter Gottesferne sein kann. In der unteren linken Bildhälfte markiert ein Pfeil die Seitenwunde Jesu. Quell des Lebens und der Sakramente, Ausdruck der bedingungslosen Liebe Gottes. Eindeutige Verbindung des Konzentrationskreises mit der Außenwelt. Dieser Strahl durchläuft das Rot der Zuneigung, das Grün der Hoffnung und reicht bis in die dunklen Ecken des Bildes und unserer Verfasstheit hinein.  Die Grundstimmung des Bildes machen Sogkraft und  Fließkraft aus. Da, wo das Kreuz ist, da wo der Gekreuzigte und Auferstandene Raum nehmen darf, kommt vieles in Bewegung. Da wird nicht alles ruhig wie in „Stille Nacht, heilige Nacht“. Da bleibt es mitunter laut und unübersichtlich. Gut, wenn uns die Feste im Jahreskreis und die klösterliche Struktur des Alltags immer wieder die Option anbieten, auf all das, was unser Leben im Moment ausmacht, den Fokussierungsring zu legen. Wo finde ich Christus in meinem Leben? Wie berührt er mich? Wohin sendet er mich?
Und, liebe Leserinnen und Leser, wenn es doch einfach mal der Meditationsraum sein darf, finden Sie in unseren Klöstern hilfreiche Angebote und Kapuziner, die sich gerne mit Ihnen auf den geistlichen Weg  mit Ihnen machen.
Beste Segenswünsche!
P. Stefan Maria Huppertz OFMCap

 

  1. Stefan Maria Huppertz OFMCap leitet seit 2011 als Pfarrer von St. Anton und St. Andreas den Pfarrverband Isarvorstadt in München
    (www.pfarrverband-isarvorstadt.de).
    Das vorliegende Bild ist auch sein Primizbild.

Artikel aus: Jahresschrift der Kapuziner 2014 / 2015
http://www.kapuziner.org

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Und sonst :

Firmday 2 24.09.2011 Firmdays

IMG_1254 +Seminare

IMG_5555

 

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3 Kommentare

  1. Hallo,

    ich finde deine Bilder total faszinierend
    Sie sind mal eine ganz andere farbenfrohere Interpretation des Kreuzweges.
    Deswegen wollte ich wissen, ob du auch Drucke deiner Bilder verkaufst?
    Ich würde gerne eines in mein Zimmer hängen und habe schon deine gesammte Homepage durchstöbert aber leider noch nichts gefunden…

    Mit freundlichen Grüßen,
    Kristin Soremba

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    Antwort

  2. Hallo,
    Wo finde ich die Lyrics zu dem You tube video „unterrify my heart“?
    Ich würde den Text da gerne verstehen, aber ich versteh leider nur die Hälfte…
    Gruß
    von Renate Malter

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    Antwort

  3. Lieve Cynthia;
    Wat indrukwekkend, en wat zit er veel in, niet alleen wat kleur betreft,
    maar ook figuren in detail.Jouw verhaal vond ik ook interressant, daar wil ik heel graag nog een keer naar luisteren, als je weer in Baarlo bent!
    Lieve groeten en een dikke knuffel, ik vind je lief!
    Mieke.

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